Wednesday, September 17, 2014

Symtome / Beschwerden in den Wechseljahren

Etwa ab dem 45. Lebensjahr beginnen die Wechseljahre und meist auch die Wechseljahresbeschwerden bei Frauen. Die Hormonproduktion der Eierstöcke geht zurück, der Eisprung findet nicht mehr regelmäßig statt und die Menstruation wird unregelmäßig. Der Östrogenspiegel im Blut sinkt und gerät in Ungleichgewicht mit den follikelstimulierenden Hormonen, die Gebährfähigkeit lässt zunehmend nach. Die Wechseljahre und die Umstellung des hormonellen Systems dauern zwischen 10 und 15 Jahre an.

Die hormonellen Veränderungen und Schwankungen im Hormonspiegel des Körpers können je nach Veranlagung, sozialen und psychischen Bedingungen unterschiedlich starke Beschwerden hervorrufen. Etwa ein Drittel der Frauen ist gar nicht betroffen, ein Drittel hat nur leichte Beschwerden und ein weiteres Drittel der Frauen klagt über starke bis sehr starke Beschwerden. Die Dauer der Wechseljahresbeschwerden schwankt zwischen 6 Monaten und 3 bis 5 Jahren.
Zu den häufigsten Symptomen gehören Nervosität und Reizbarkeit, Erschöpfungserscheinungen und Leistungsabfall, Depressionen, Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Schwindel und Schlaflosigkeit. Auch plötzliche Gewichtszunahme, starke Kopfschmerzen und Wassereinlagerungen an den Beinen gehören zu den Beschwerdebildern. Aufgrund der hormonellen Veränderungen steigt das Risiko für Osteoporose. Die Schleimhäute verlieren an Feuchtigkeit, häufige Folge ist deshalb eine trockene Scheide, verbunden mit Juckreiz, Infektionen und Schmerzen. Sind die Schleimhäute der Harnblase und Harnröhre betroffen, so äußert sich dies als Brennen beim Wasserlassen, häufigen Blasenentzündungen und Inkontinenz.

In den zurückliegenden Jahrzehnten war die Behandlung der Wechseljahrsbeschwerden mit der sogenannten Hormonersatztherapie weit verbreitet. Neue Erkenntnissen zufolge ist diese Behandlungsmethode allerdings nicht risikolos. Sie ist mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Brustkrebs und Thrombosen verbunden. Hormone werden heute nur noch in Einzelfällen verabreicht, wenn die Wechseljahrsbeschwerden sehr deutlich ausgeprägt sind und die Lebensqualität nachhaltig einschränken. Je nach Beschwerdebild und Alter werden Gestagene und Östrogene verabreicht. Auch die männlichen Hormone DHEA und Testosteron können eingesetzt werden.

Bewegung an der frischen Luft fördert das allgemeine Wohlbefinden, die Erschöpfung sorgt für eine ungestörte Nachtruhe. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie regelmäßige Mahlzeiten sorgen für einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel, verhindern Gewichtszunahme und stellen die Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen sicher. Im Bereich der Naturheilkunde sind eine ganze Reihe von Pflanzen und pflanzlichen Wirkstoffen bekannt, die zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt werden können.